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by Manfred Strohrmann

(H.ErT.Z-Online)

Aufgabenstellung:

Die angegebene Schaltung stellt eine sogenannte Howland Strompumpe dar. Hierbei handelt es sich um eine spannungsgesteuerte Stromquelle mit Massebezug.
Der Operationsverstärker wird als ideal angenommen.

Abbildung

  1. Bestimmen Sie den Ausgangsstrom in Abhängigkeit der Größen bis und .
  2. Bei welcher Konstellation der Widerstände handelt es sich um eine ideale Stromquelle? Ist eine solche Umsetzung in der Praxis möglich?
  3. Berechnen Sie mit den folgenden Werten die maximale Spannung über dem Lastwiderstand .

Lösungsweg:

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a) Allgemeines Bestimmen von

In die Schaltung werden zunächst alle relevanten Zählpfeile eingetragen.

Abbildung

Da eine Gleichung für den Ausgangsstrom gesucht ist, wird die Knotenbilanz für den Knoten (P) aufgestellt.

Die Ströme und können durch das ohmsche Gesetz beschrieben werden.

Es ergibt sich:

Zum Bestimmen der Spannungen werden zwei Maschengleichungen aufgestellt.

Für die Masche I ergibt sich die Gleichung

Die zweite Maschengleichung lautet

Bevor beide Gleichungen in die Knotenbilanz eingesetzt werden können, wird die Ausgangsspannung des Operationsverstärkers mit Hilfe der Knotenspannung ersetzt.

Da die Differenzspannung ist, ist die Knotenspannung gleich der Knotenspannung .

Nach der Spannungsteilerregel gilt:

Auflösen nach der Spannung ergibt:

Die zweite Maschengleichung lautet damit:

Die umgeformten Maschengleichungen werden in die zu Beginn aufgestellte Knotengleichung eingesetzt.

Es ergibt sich:

Da die Spannung am Widerstand anliegt, gilt nach dem ohmschen Gesetz

Die Gleichung wird nach dem Ausgangsstrom aufgelöst.

b) Bestimmen der Widerstandskonstelation

Ist eine Quelle von der Belastung unabhängig, handelt es sich um eine ideale Quelle.

Die in Aufgabenteil a) bestimmte Gleichung darf somit keine Abhängigkeit zum Lastwiderstand zeigen.

Somit muss der Ansatz gelten:

Hiermit ergibt sich das Widerstandsverhältnis

Mit dieser Anordnung ergibt sich der Ausgangsstrom zu

Die umgeformten Maschengleichungen werden in die zu Beginn aufgestellte Knotengleichung eingesetzt.

Es ergibt sich:

Da die Spannung am Widerstand anliegt, gilt nach dem ohmschen Gesetz:

Die Gleichung wird nach dem Ausgangsstrom aufgelöst.

b) Ist eine solche Umsetzung in der Praxis möglich?

Ist eine Quelle von der Belastung unabhängig, handelt es sich um eine ideale Quelle.

Die in Aufgabenteil a) bestimmte Gleichung darf somit keine Abhängigkeit zum Lastwiderstand zeigen.

Somit muss der Ansatz gelten:

Hiermit ergibt sich das Widerstandsverhältnis

Mit dieser Anordnung ergibt sich der Ausgangsstrom zu

Wird ein solches Verhältnis der Widerstände gewählt, handelt es sich rechnerisch um eine ideale Stromquelle.

Da sich in der Praxis der Anspruch der völligen Gleichheit der Widerstände nicht einhalten lässt, wird die reale Schaltung einen Innenwiderstand aufweisen.

c) Berechnung der maximalen Spannung am Lastwiderstand

Da es sich um eine ideale Stromquelle handelt, bleibt der Ausgangsstrom bei veränderlichem Lastwiderstand konstant und berechnet sich zu

Bei konstantem Strom ergibt sich der maximale Spannungswert bei dem größten Widerstandswert.

Lösung: